Ein Labor, in dem Genuss entsteht

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Ein Labor, in dem Genuss entsteht

Was passiert, wenn man acht experimentierfreudige Köche und regionale Genuss-Lieferanten einen Nachmittag lang in ein “Labor” steckt? Es entsteht ein toller kulinarischer Katalysator für spannende Verbindungen und Lösungen!

Auch in der achten Runde des “Genusslabor”-Experiments der Jeunes Restaurateurs stimmte einfach die Chemie: Dieses Mal lud Gastgeber Nils Henkel am 17. Oktober unter dem Motto “Grill.Gemüse” sieben JRE-Kollegen sowie exklusive Partner des GENUSS.NETZ. zu dem einzigartigen Workshop auf seine Burg Schwarzenstein im Rheingau ein.

Kulinarisch-kreative Stunden in der Küche

Schon die Anreise war für mich ein Abenteuer: Die rund 800 Kilometer von Sylt nach Geisenheim sind nicht unbedingt ein Katzensprung, aber eine Reise, die ich immer wieder gerne mache. Nicht nur, weil hin und wieder ein Abstecher auf das herbstlich-goldene Festland etwas sehr Schönes für mich ist, sondern auch, weil mich wieder zahlreiche geschmackvolle Ideen und Inspirationen erwarten würden. Denn genau dafür steht das JRE-Genusslabor: Das wilde Gedankenspiel mit Produkten, das gemeinsame Weiterdenken von Gerichten, das Stillen von Wissenshunger und die Suche nach der gewissen Würze.

Alles kann, nichts muss

Und so widmeten meine Kollegen Oliver Röder, Marek Gavell, Michael Quendler, Michael Kammermeier, Thomas Merkle, Tobias Bätz, Nils Henkel, Franz Berlin und ich uns einen Tag lang in Form eines bunt gemischten Degustationsmenüs dem Thema “Grill.Gemüse”. In lockerer Atmosphäre wurde mit Bestehendem experimentiert und Neues entdeckt.

Dabei standen aus den jeweiligen Regionen mitgebrachte Zutaten und neue, noch unausgefeilte Gerichte der JRE-Köche im Mittelpunkt, die sich durch frischen Input, gegenseitige Inspiration und konstruktives Feedback weiterentwickeln konnten. Besonders Oliver Röders Dessertvariationen nach dem Sharing-Prinzip beeindruckte mich: Zahlreiche faszinierende Ideen zum Thema Quitte, die wie dafür gemacht waren, noch zu “wachsen und zu gedeihen”. Aber auch Nils Henkels konfierte Aubergine und Franz Berlins Kalbskutteln mit Nesseln boten spannende Ansätze, die unbedingt weitergedacht werden sollten!

Darüberhinaus tauschten wir uns über den Mehrwert und die Möglichkeiten der Interaktion mit unseren Gästen aus, diskutierten über die Relevanz von Nachhaltigkeit, Regionalität, Saisonalität und den bewussten Umgang mit hochwertigen Lebensmitteln sowie den stetigen Ausbau des GENUSS.NETZ.

Es wird spannend, aus diesem enormen Pool an verschiedensten Erfahrungen, Geistesblitzen und Inspirationen zu schöpfen und als frischen Wind mit auf die Düne zu nehmen.