Mein Weg zur Düne

Der direkte Weg zum Ziel




Seit September 2013 wirkt er als rechte Hand von Johannes King in dessen 2-Sterne-Restaurant im Söl’ring Hof auf Sylt, er hat einen Meisterbrief und kochte zuvor bereits bei Spitzenköchen wie Nils Henkel und Jörg Müller. Mit 27 Jahren hat Jan-Philipp Berner das erreicht, wofür andere Köche oft viele Jahre brauchen.

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Dass er einmal hoch hinaus will, war für den jungen Küchenchef von Anfang an klar. Bei einem Schulpraktikum entdeckte er das Kochen für sich. Der Geruch, die Temperatur, das Tempo – all das alles fand Jan-Philipp Berner schon damals unglaublich spannend. Seine ersten angerichteten Beilagensalate machten ihn so stolz, dass seine Berufswahl schnell fiel. Während der Ausbildung in seiner Heimatstadt Göttingen wurde sein Ehrgeiz geweckt: In seiner Freizeit bereitete er ständig Wettbewerbe vor. Schauplatten, Pasteten, Terrinen, so richtig klassische Küche.

2007 schloss er seine Ausbildung mit Auszeichnung und Stipendium ab und fing im Gourmetrestaurant von Jörg Müller auf Sylt an. „Mein Ziel war es immer, die Spitzenklasse kennenzulernen – einer, zwei, drei Sterne.“ Mit der anspruchsvollen Arbeit in einer Sterneküche während der Hauptsaison kam zunächst die Ernüchterung – nach vielen Arbeitsstunden „guckt man schon mal verschwommen“ – doch Jan-Philipp Berner meisterte auch die neuen Herausforderungen. Mitgenommen hat er von Jörg Müller vor allem die besondere Wertschätzung von Lebensmitteln: Alles vom Produkt wird irgendwie verwertet, auch die Karottenschale ist wertvoll.

Der Jungkoch durchlief weitere Adressen, die bei Feinschmeckern in der ganzen Republik bekannt sind und vertiefte sein Wissen um die hohe Kunst am Herd, darunter das Gourmetrestaurant Tschifflik von Jörg Glauben in Zweibrücken und 2009 erstmals der Söl’ring Hof. Auf die Düne kam Berner durch eine glückliche Fügung – er lernte seine Freundin Theresa kennen, die dort damals arbeitete. Bei Johannes King wirkte er zunächst als Chef Gardemanger und Saucier, bis es ihn nach Bergisch Gladbach zu Nils Henkel zog. Zwei Jahre lang arbeitete er in dem 2-Sterne-Restaurant im Schlosshotel Lerbach, das bis 2011 sogar mit drei Sternen dekoriert war. „Die Zeit bei Nils Henkel hat mich extrem geprägt, weil ich ihn als Koch, aber auch als Mensch sehr schätze. Die Teamarbeit und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen spielten immer eine große Rolle. Ich bin sehr stolz, dass ich dort mitwirken durfte.“

Kurzbiografie

Geboren am 06.02.1988 in Göttingen
3 Geschwister

  • Ausbildung August 2004 – Juli 2007 (Abschluss mit Auszeichnung und Stipendium)
  • Gourmetrestaurant Jörg Müller August 2007 – Dezember 2008 (Commis und Demi de Cuisine)
  • Küchenmeister Teil 1 und 4 Januar 2009 – März 2009 (in Göttingen)
  • Gourmetresataurant Tschifflik Jörg Glauben Mai 2009 – Juli 2009 (Chef de Partie)
  • Söl’ring Hof Johannes King August 2009 – Dezember 2010 (Chef de Partie)
  • Küchenmeister Teil 2 und 3 Januar 2011 – März 2011 (Abschluss Praktisch 99%)
  • Gourmetrestaurant Lerbach Nils Henkel Juni 2011 – August 2013
  • Sieger des 37. Concours International des Jeunes Chef Rôtisseurs (Weltmeisterschaft für Jungköche) September 2013
  • Söl’ring Hof Johannes King seit September 2013 (Küchenchef)

Zwischendurch schloss Jan-Philipp Berner 2011 den Lehrgang zum Küchenmeister mit Bravour ab – ein Ergebnis von 99 Prozent hatte bis dato noch niemand erreicht. 2013 erkochte er sich den Titel des besten jungen Chefkochs in Deutschland. Die krönende Auszeichnung folgte schließlich vier Monate später mit dem Kochweltmeister-Titel, als er auch im internationalen Vergleich mit seinem Talent überzeugte und den Wettbewerb „Concours International des Jeunes Chef Rôtisseurs“ mit Teilnehmern aus 20 Nationen gewann.

Seit September 2013 ist Jan-Philipp Berner wieder auf Sylt in der Küche des Söl’ring Hof zu Hause. „Als ich hörte, dass ich die Möglichkeit hätte, hier noch einmal in anderer Position anzufangen, ist meine Entscheidung eigentlich sofort gefallen.“ Seitdem widmet er sich seinen Aufgaben als Küchenchef auf der Düne mit Leidenschaft. Und: Er ist angekommen. Die Gäste im Söl’ring Hof zu begeistern, höchste Qualität und Präzision auf den Teller zu zaubern, das ist genau sein Ding. Eine Verbindung, die tagtäglich fordert. Und so stellt sich Berner auch die Zukunft vor: „Ich fühle mich im Söl’ring Hof sehr wohl, hier möchte ich bleiben.“