Meine Träume

 

„Ich hoffe, dass ich das hier noch lange
gestalten kann und darf.“




 Nach verschiedenen Stationen in mehreren Sterneküchen der Republik, zahlreichen Wettbewerben und Auszeichnungen ist Jan-Philipp Berner im Söl’ring Hof auf Sylt angekommen. Der anfängliche Wunsch, weiterzuziehen und woanders neue Herausforderungen zu suchen, hat sich gelegt. Hier auf der Insel lebt er seinen Traum in der Küche, identifiziert sich mit dem Betrieb. Für den 27-Jährigen ist der Grundstein für eine längere Zusammenarbeit gelegt.




Wo er in fünf Jahren stehen wird, kann Jan-Philipp Berner schwer sagen. Das liegt allerdings an der ständigen Weiterentwicklung seines Berufs und seiner Küche.

„Kochen ist ein Prozess, der nie abgeschlossen ist.“

In der Küche von Johannes King und Jan-Philipp Berner denkt man im Rhythmus der Natur, arbeitet saisonal mit den Produkten, die sie einem schenkt. Natürlich stehen nicht jedes Jahr die gleichen Gerichte erneut auf der Karte, oft werden bekannte Komponenten der Jahreszeit neu kombiniert, kommen neue Zutaten und ganz neue Kreationen hinzu.

Jan-Philipp Berner dokumentiert all seine Rezepte, verfolgt schon seit Jahren seine persönliche Entwicklung. Neue Kreationen entstehen oft im Team, man ergänzt sich gegenseitig, entwickelt gemeinsam Ideen weiter. Das fachliche Wissen um die Produkte spielt eine Rolle, aber vor allem Kreativität und der Mut zum Entdecken: „Neues ausprobieren, einfach machen, das ist ganz wichtig in der Küche.“

So entstehen aus Assoziationen einzelner Zutaten oder Zubereitungsarten ganz neue Gerichte.

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Die nötige Inspiration dafür liefert immer wieder die Natur. Bei Ausflügen in den Morsumer Garten von Johannes King oder ins Sylter Watt kommen Jan-Philipp Berner oft neue Ideen, die er stichwortartig notiert.

„Ich habe überall Schmierzettel und Handy-Notizen. Die Liste wird immer länger, aber ich lösche die Ideen erst, wenn ich sie umgesetzt habe.“

Auch der Dialog mit dem Gast inspiriert den Küchenchef, der Blick „von außen“ ist häufig ganz anders als die des Kochs, das regt die Kreativität an.

Von Johannes King hat Jan-Philipp Berner vieles gelernt, zum Beispiel, dass weniger tatsächlich oft mehr ist. Die Konzentration auf ein bestimmtes Produkt betont sein Wesen, präsentiert seine vielen Facetten – es wird greifbarer und nachvollziehbarer. Der Geschmack steht ganz klar im Mittelpunkt, den gilt es zu perfektionieren. Diesen Anspruch stellt Berner an jedes Gericht und so schmeckt alles, was er auf den Teller zaubert, unglaublich intensiv.


„Dass unsere Gäste begeistert sind und viele immer wiederkommen, ist die größte Bestätigung für mich als Koch.
Ich bin gespannt, wo die Reise kulinarisch noch hinführt.“